Die Budgetierung ist für alle Unternehmen ein wichtiger Teil auf dem Weg zum Erfolg. Das gilt genauso für Autor*innen, schließlich musst du auch immer deine Finanzen im Blick behalten und aufpassen, dass deine Liquidität nicht versiecht. Eine moderne Budgetierung ist deshalb etwas, mit dem du dich beschäftigen solltest. Du kannst mit diesem Artikel beginnen. 

Einfachheit ist der Schlüssel zum Erfolg 

Eine einfache Budgetierung bedeutet, dass der Kosten-Nutzen-Faktor positiv ausfällt. Das gelingt dir vor allem, wenn du die richtigen Instrumente wählst und du die Inhalte nicht zu sehr ausdetaillierst. 

Gestaltest du deinen Budgetplan nach einfachen Strukturen, ist er leichter verständlich. Ein großer Vorteil dieser Herangehensweise ist es, dass du deine Budgetierung schnell und einfach an Veränderungen anpassen kannst. 

Du musst im Rahmen deiner Budgetierung zwar alle Kosten im Blick behalten, um deinen Budgetplan im Detail übersichtlicher zu gestalten, solltest du den Fokus aber auf die relevanten Kosten legen. 

Im Durchschnitt wird das Kostenvolumen von gerade mal 20 Prozent der Kostenstellen und -arten beeinflusst. Auf diese 20 Prozent solltest du dich beim Aufstellen deines Budgetplans konzentrieren. 

Für dich als Autor*in sind die größten Kostenpunkte auch ein wenig davon abhängig, wie du arbeitest. Hast du Fixkosten, wie die Miete für ein Büro, in dem du schreibst, dann dürfte das in den 20 Prozent deiner Kosten auftauchen. Ansonsten sind vermutlich Marketing oder Lektorate weit oben auf der Liste. 

Finde heraus, was dir die höchsten Kosten verursacht und plane vor allem mit diesen Kosten dein Budget. 

Flexibilität erlaubt dynamische Budgetierung 

Märkte sind in ständiger Bewegung. Sie entwickeln sich weiter oder in Richtungen, die nicht vorauszusehen waren. Das gilt auch für den Buchmarkt. Wer weiß schon, welches Genre morgen angesagt ist oder welche Veröffentlichungsmethoden und Marketingstrategien demnächst den besten Erfolg bringen? 

Gestaltest du deinen Budgetplan flexibel, kannst du rechtzeitig auf Änderungen reagieren und Anpassungen vornehmen. 

Das gelingt dir am besten, wenn du in Szenarien denkst und deinen Budgetplan so aufstellst, dass du auf mögliche Szenarien mit einem zuvor zurechtgelegten Plan reagieren kannst. 

Wenn du beispielsweise tiefer in den Buchmarkt eintauchst, kannst du feststellen, welche Genres eine Chance haben, in naher Zukunft einen kleinen oder auch großen Hype zu erfahren, weil entweder ein*e bekannte*r Autor*in etwas in einem neuen Genre etwas veröffentlichen wird oder ein Genre, das bisher noch nicht so richtig angesagt ist, demnächst vermehrt Veröffentlichungen erfahren wird, die von Verlagen gefördert werden. 

Erkennst du diese möglichen Trends, kannst du sie bereits mit in deine Planungen einbauen. 

Was du außerdem tun solltest, ist ein Best-Case-Szenario und ein Worst-Case-Szenario für dein Budget zu erstellen. Der Best-Case wäre wohl, wenn dein Buch ein Bestseller wird. Der Worst-Case wäre, wenn niemand es kauft. Was wären die Auswirkungen dieser Szenarien und wie würden sie sich auf dein Budget auswirken? Wie gut müsste sich dein Buch verkaufen, dass du dein Budget wieder drin hättest? Überlege dir realistische Szenarien und stelle fest, wie sie sich auswirken. 

Integration führt ans Ziel 

Damit ein Budgetplan wirklich erfolgreich sein kann, musst du alle Entscheidungen und Maßnahmen in deine Planung integrieren und auf ein Ziel ausrichten. 

Das bedeutet, dass du einen Zeitplan aufstellst und Meilensteine setzt, auf die du hinarbeitest. Jeder Meilenstein in deinem Zeitplan hat ein Budget. So weißt du, womit du planen musst. 

Als Autor*in schreibst du dein Buch, startest das Marketing, gibst ein Lektorat in Auftrag, lässt einen Buchsatz erstellen und so weiter. Das alles sind Meilensteine in deinem Zeitplan, für die du jeweils ein realistisches Budget ansetzt. 

Beachte immer, dass Ziele sich auf deine Planung auswirken. Je anspruchsvoller deine Ziele sind, desto schwieriger ist es, dein Budget zu planen bzw. desto mehr Budget musst du eventuell für das Ziel einplanen. 

Zu viele Ziele können zudem die Prioritäten verschieben. Klar, wenn du ein Buch schreibst, hältst du eine gewisse Reihenfolge ein. Kommen mehr Projekte hinzu, vermischen sich die Ziele schnell. Aus einem Buch werden zwei, dazu vielleicht noch ein Spaßprojekt und warum nicht auch mal ein Drehbuch schreiben oder ein Hörspiel, weil du die immer so gerne hörst. 

Ziele sind wichtig, um etwas zu erreichen. Prioritäten sind wichtig, um dein Budget im Griff zu behalten. 

Nutzen und Aufwand greifen ineinander 

Das wichtigste ist immer, dass die Kosten-Nutzen-Relation stimmt. Du kannst noch so viel vorausplanen, wenn du am Ende dein Geld zum Fenster rauswirfst, hast du dadurch nichts gewonnen. 

Ganz besonders kommt das beim Marketing zum Tragen. In diesem Bereich gibt es unzählige Möglichkeiten, auf dich und dein Buch aufmerksam zu machen. Es gibt aber auch unzählige Möglichkeiten, für hohe Kosten keinen Nutzen zu bekommen. 

Finde heraus, was gut und was schlecht funktioniert. Nicht auf einer generellen Basis, sondern für dich und dein Buch. Es gibt zu jeder Marketing-Möglichkeit im Internet Erfahrungsberichte auch von Autor*innen, die dir dabei helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. 

Aber auch während der Entstehung deines Buchs kannst du Kosten und Nutzen gut gegeneinander aufwiegen. Ein populäres Beispiel: viele Autor*innen drucken ihren ersten Entwurf aus, um ihn zu überarbeiten. Aber ist das wirklich notwendig. Mal abgesehen von der Energie, verbraucht das auch Tinte und Papier. Die mögen zwar nicht unglaublich teuer sein, aber trotzdem kann man an der Stelle unter Umständen gut sparen, um das Geld woanders zu investieren, wo es vermeintlich einen größeren Nutzen bringt. 

Das kann zum Beispiel eine Buchhaltungssoftware wie lexoffice sein, die dir dabei hilft, die Einnahmen und Ausgaben für deinen zukünftigen Bestseller im Überblick zu behalten und alles für deine Steuererklärung bereitlegt. 

Was am Ende für dich beim Planen deines Budgets funktioniert und was nicht, musst du natürlich selbst herausfinden. Aber ich hoffe, dir mit diesen Tipps eine kleine Übersicht verschafft zu haben, die dir dabei hilft.

Alles Liebe,

Kia Kahawa

Die Artikel aus der Reihe “Autoren an der Steuer” wurden nicht von einem Steuerberater verfasst und ersetzen keine professionelle Beratung. Für individuelle Beratung suche bitte einen Steuerberater auf. Mein Ziel ist es lediglich, allgemeine Informationen auf dem Gebiet der Steuern für meine Leser*innen bereitzustellen und insbesondere Autor*innen und Kreativen Hilfen zur Orientierung an die Hand zu geben. Alle Angaben ohne Gewähr. Beachte das Datum der Veröffentlichung dieses Artikels – Steuergesetze können sich jährlich ändern!

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