Finanzen in den Griff kriegen für Kreative

5 Feb 2022 | Autoren an die Steuer | 0 Kommentare

Kreative Menschen können sich stundenlang für Musik, Geschichten, physische Kunstwerke oder Gemälde interessieren. Was ihnen aber häufig nicht leichtfällt, sind die trockenen Themen. Zum Beispiel: Steuern und Finanzen. Wofür gibst du dein Geld aus? Hast du sehr viel Spaß und Luxus in deinem Leben? Gehst du oft einkaufen oder gibst viel Geld für deine Lebenshaltungskosten aus? Konsumierst du viel oder bist du der Sparer, der besonders viel Geld auf die hohe Kante legt und an die Zukunft denkt? Oder investierst du dein Geld sinnvoll? In diesem Artikel möchte ich dir zwei Regeln an die Hand geben, wie du als kreativer Mensch deine Finanzen in den Griff bekommst.

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Die Regeln

Regel Nummer eins handelt von der Vor-Budgetierung deiner Einnahmen. Klingt langweilig – gerade für kreative Köpfe -, aber lässt sich sehr einfach und in wenigen Schritten, automatisch, kostensparend oder sogar kostenlos in dein finanzielles Alltagsleben integrieren.

Regel Nummer zwei lautet: Immer wenn dein Gehalt erhöht wird bzw. wenn du mehr Einnahmen hast als vorher – gerade in der Selbstständigkeit -, sollst du 50 % davon zur Seite legen.

Vor-Budgetierung

Steigen wir direkt in die erste Regel ein:

Lebenshaltungskosten

Für die Lebenshaltungskosten solltest du eine Budgetierung vornehmen. Es gibt zahlreiche Quellen, die die 5-Konten-Methode wie folgt zusammenfasst:

≤ 55 %

Nicht-luxuriöse Ausgaben

  • Wohnung
  • Lebensmittel
  • Strom
  • Internet
  • Kinder
  • Notwendige Mobilität

Diese 55 %, die du für deine Lebenshaltungskosten ausgeben solltest – von deinem monatlichen Netto-Gehalt -, entstammen nicht meiner Fantasie, sondern wie gesagt aus zahlreichen Quellen.

Zu deinen Lebenshaltungskosten sollen also alle nicht-luxuriösen Ausgaben zählen. Stell dir dein eigenes Existenzminimum zusammen, das du benötigst um – nun, zu existieren. Dazu gehören natürlich Wohnung, Lebensmittel, Hygieneartikel, Strom und Internet, also alle Grundbedürfnisse. Außerdem alle Ausgaben für deine Kinder, denn die sollen natürlich nicht darunter leiden, dass du kreativ bist und die Finanzen durcheinanderbringst.

Aber auch dazu gehört die notwendige Mobilität! Das Ausrufezeichen verrät, dass du hier Abstriche machen musst. Denn das allerteuerste, supermegacoole Auto ist keine notwendige Mobilität. Notwendig meint die günstigste Möglichkeit, dir deine Mobilität zu ermöglichen. Das kann zum Beispiel Bus und Bahn sein, es könnte aber auch das Fahrrad sein, wenn dein Arbeitsplatz nicht weit weg ist. Wenn du kreativ zu Hause arbeitest, brauchst du eventuell gar keine Mobilität.

Alle diese nicht-luxuriösen Lebenshaltungskosten sollen weniger oder maximal 55 % deiner Kosten betragen.

Spaß und Luxus

Der nächste Schritt ist die Festlegung eines Budgets für Spaß und Luxus.

10 %

luxuriöse Ausgaben

  • Auto
  • Haustiere
  • Unterhaltung
  • Urlaub
  • Hobbys

Dazu gehört das luxuriöse Auto, sofern es denn luxuriös ist. Das kann natürlich unterschiedlich sein. Personen, die auf dem Land leben, sind auf ein Auto angewiesen. Bist du ein Vertreter in einem sehr hochpreisigen Beruf, brauchst du eventuell ein Auto, das einen gewissen Status transportiert. Da fehlen mir ehrlich gesagt die Einblicke, wo das relevant sein könnte, aber wenn das bei dir der Fall ist, wirst du es wissen. Bewerte dich selber ehrlich und fair und wäge ab, ab wann dein Auto Luxus ist und ab wann es zur notwendigen Mobilität gehört.

Zu den luxuriösen Ausgaben gehören außerdem Haustiere, jede Form von Unterhaltung, inklusive Zeitungen, Streamingdienste wie Netflix, Radio, Internetseiten, auf denen du für Informationen bezahlt (Paywall), aber keine bildenden Inhalte. Dazu gleich mehr.

Natürlich gehören der Urlaub außerhalb des eigenen Balkons oder der Terrasse und Hobbys wie Pflanzen auf dem Balkon zu den luxuriösen Ausgaben. Also im Grunde alles, was du nicht zum Überleben benötigst oder nicht deiner kreativen Tätigkeit dienlich ist.

Bildung

10 %

Bildungsausgaben

  • Seminare
  • Fachbücher
  • Fachzeitschriften
  • Online-Kurse
  • Coaching
  • Beratung

Dir ist vielleicht aufgefallen, dass hier kein „Kleiner gleich“-Zeichen vorangestellt ist. 10 % deiner Einnahmen sollst du für deine Bildung ausgeben.

Zu den Bildungsausgaben gehören Seminare, Fachbücher und Fachzeitschriften. Dazu auch, was du online abonniert hast und fachspezifisch für deine Selbstständigkeit oder dein Angestelltenverhältnis ist.

Und Online-Kurse, Coachings, Beratungen und alles, was in dein Humankapital investiert wird. Das Wort Humankapital ist ein wenig negativ konnotiert, aber es geht dabei einfach um alles, was dich auf dem Arbeitsmarkt wertvoller macht und dich langfristig weiterbringt. Denn deine Bildung, alles was du kannst, ist das wertvollste Kapital, das du hast. Deswegen solltest du 10 % deiner Einkünfte in Bildung investieren.

Langfristige Anschaffungen

Leg dir pro Monat bis zu 10 % für spätere Ausgaben zurück. Und zwar für spätere Konsumausgaben. Nicht für spätere Investitionen. Wenn du zum Beispiel später mal eine Immobilie mit mehreren Wohnungen besitzen möchtest, um diese Wohnungen zu vermieten, dann ist das eine Investition und gehört nicht zu den langfristigen Anschaffungen. Zu den langfristigen Anschaffungen gehört das, was du selber konsumierst.

≤ 10 %

Für spätere Ausgaben

  • Eigenheim
  • Reisen
  • Auto
  • Träume erfüllen
  • größere Anschaffungen

Das Eigenheim, die Weltreise, das bereits erwähnte Luxusauto und alle weiteren Träume, die du dir erfüllen möchtest, die aber keine Investitionen sind, gehören hierher. Also größere Anschaffungen jeder Art. Dafür sollst du bis zu 10 % deines Netto-Einkommens zurücklegen und dann verwenden, wenn du genug Geld hast, um es für eine dieser Anschaffungen auszugeben.

Passives Einkommen

Als nächstes kommt das Budget für dein zukünftiges, passives Einkommen. Dazu musst du keine total unseriösen Online-Kurse machen oder versuchen, ein Funnel-System aufzubauen. Hier geht es schlicht und ergreifend um Investitionen.

≥ 10 %

Investitionen

  • Fonds, ETF
  • Einzelaktien
  • Rohstoffe
  • Wertsammlungen (Uhren o. ä.)
  • Cryptowährungen
  • Unternehmensbeteiligung

Leg dein Geld sinnvoll an und teile es gut auf. Zum Beispiel in Fonds, ETFs, Einzelaktien oder Rohstoffe wie Gold und Silber.

Wertsammlungen können Uhren sein. Es gibt auch Menschen, die in alte Computer oder alte Spielekonsolen investieren. Also alles, was besonders und wertsteigernd ist, wie die berühmt berüchtigte Baseballkarte von Mickey Mantle aus dem Jahr 1952.

Cryptowährungen gehören auch dazu, wenn du dich damit vertraut machen möchtest.

Und auch Unternehmensbeteiligung oder die eigene Unternehmensgründung.

Spenden

Der letzte Punkt in der Vor-Budgetierung sind die Spenden. Diese Spenden dienen vor allem dafür, wenn du eines Tages mehr Geld verdienst, niemals irgendwie abzuheben und der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Das sorgt dafür, dass du einen bewussteren Umgang mit deinem Geld hast und dass du eine gewisse Demut und Wertigkeit an den Tag legst.

Für Spenden solltest du um die 5 % deines Einkommens einplanen.

≥ 5 %

Gemeinnützige Spenden

  • Kindernothilfe
  • Tierheime, Tierschutz
  • Wohlfahrt
  • Tafel
  • Ärzte ohne Grenzen

Gemeinnützige Spenden sind zum Beispiel die Kindernothilfe, Tierheime, Tierschutzorganisationen, die Wohlfahrt, Tafeln, Ärzte ohne Grenzen usw. Es gibt eine Menge Möglichkeiten. Du kannst da deinen persönlichen Präferenzen und deinem Herzen folgen und an so viele Organisationen spenden, wie du möchtest. Hauptsache ist, dass du dich ungefähr an die 5 % hältst.

Damit habe ich dir die Vor-Budgetierung deiner Einnahmen schon mal nach und nach erklärt. Bevor wir zur zweiten Regel kommen, möchte ich dir das Ganze nochmal in einer Übersicht darstellen und dir Beispiele zeigen.

Einmal zusammengefasst: Deine 100 % Netto-Einkünfte solltest du wie folgt budgetieren:

  • 55 % für die Lebenshaltungskosten
  • 10 % für Spaß und Luxus
  • mindestens 10 % für Investitionen
  • mindestens 10 % für Bildung
  • maximal 10 % für langfristige Anschaffungen
  • ungefähr 5 % für Spenden

Stellen wir uns vor, du hättest ein Einkommen von durchschnittlich 1.500 Euro, dann würde sich das so verteilen:

  • 825,00 Euro für Lebenshaltungskosten
  • 150,00 Euro in Form von – nennen wir es – Taschengeld für Spaß und Luxus.
  • 150,00 Euro für Investitionen
  • 150,00 Euro für Bildung
  • 150,00 Euro für langfristige Anschaffungen
  • 75,00 Euro für Spenden

Noch eine Anmerkung zu den Ausgaben für Spaß und Luxus: Hier ist der Demut-Ansatz etwas umgekehrt. Heißt: Auch wenn du weniger für Spaß und Luxus ausgibst, empfehle ich, zu versuchen, dieses Geld auszugeben. Du darfst es natürlich auch sparen und dann auf einen Schlag für zum Beispiel den Urlaub ausgeben. Das soll dafür sorgen, dass du – obwohl du ein kreativer Mensch bist, der keine Lust auf trockene Themen hat – auch ein wenig Spaß am Thema Geld bekommst und ein direktes Belohnungsgefühl dafür hast, dich mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen.

50 % Mehreinkommen zur Seite legen

Angenommen, du würdest zusätzlich zu deinen 1.500 Euro noch 500 Euro mehr verdienen. Bei Selbstständigen ist es eher so, dass du das einmal im Jahr für dich durchrechnest, also in diesem Fall gehen wir mal von 6.000 Euro mehr im Jahr aus, was den 500 Euro mehr entspräche.

50 % dessen, was du mehr verdienst, sollst du zurücklegen. Idealerweise legst du das in Form von Investitionen zurück, denn Investitionen sorgen dafür, dass deine Finanzen grundsätzlich wachsen. Je nachdem wie du wo investierst, hast du dann eine Wertsteigerung und/oder Dividenden. Deswegen legst du am besten von diesen 500 Euro 250 Euro zurück in die Investitionen. Wenn wir das verrechnen werden aus den monatlichen 150 Euro für Investitionen 400 Euro.

Von den 500 Euro – nennen wir es – Gehaltserhöhung kannst du jetzt dein restliches Budget aufteilen. Durch die 400 Euro bei den Investitionen passen zwar die Prozentzahlen für das, was du insgesamt budgetiert hast, nicht mehr, aber wir wenden sie jetzt an, um die übrigen 250 Euro aufzuteilen:

Von den 250 Euro werden 55 % zu den Lebenserhaltungskosten dazu addiert. Das sind 137,50 Euro. So viel darfst du dann deinen Lebensstandard steigern.

Bei Spaß und Luxus sind es 25 Euro, also 10 % von den 250 Euro. Genauso bei Bildung und den langfristigen Anschaffungen. Auch bei den Investitionen rechnen wir nochmal die 25 Euro dazu.

Für die Spenden bleiben mit 5 % noch 12,50 Euro zusätzlich über.

Das sieht dann so aus:

Lebenshaltung: 825,00 Euro + 137,50 Euro = 942,50 Euro

Spaß/Luxus: 150,00 Euro + 25,00 Euro = 175,00 Euro

Investitionen: 150,00 Euro + 250,00 Euro + 25,00 Euro = 425,00 Euro

Bildung: 150,00 Euro + 25,00 Euro = 175,00 Euro

Langfristige Anschaffungen: 150,00 Euro + 25,00 Euro = 175,00 Euro

Spenden: 75,00 Euro + 12,50 Euro = 87,50 Euro

Wendest du diese Methode an, sorgt es dafür, dass du Geld, das du überhast, nicht sofort wegkonsumierst. Das Problem bei vielen Menschen mit geringer finanzieller Bildung ist, dass sie ihr Geld immer aufbrauchen, sodass sie am Ende des Monats auf null sind.

Verschiedene Studien und Erfahrungen haben gezeigt, dass Menschen, die es leider so handhaben und genau so arbeiten und ausgeben, dass sie immer auf null landen, auch auf null landen, wenn man ihnen mehr Geld gibt. Das hat damit zu tun, dass sie immer 100 % ihres Geldes auf die Bereiche Lebenshaltung, Spaß und Luxus packen und weder Investitionen, Bildung oder langfristige Anschaffungen berücksichtigen.

Jetzt haben wir erst die erste Regel für die 1.500 Euro und dann die zweite Regel für die zusätzlichen 500 Euro angewendet.

Was die zweite Regel vor allem bewirkt, ist, dass immer, wenn du mehr Geld verdienst, egal auf welche Weise, dein Kapital für Investitionen massiv steigt. Wenn wir es jetzt auf die Spitze treiben, kannst du dadurch auf Dauer finanziell frei werden. Wenn du nicht soviel verdienst, dass du eine finanzielle Freiheit anstreben kannst oder möchtest, dann kann es sein, dass du dadurch einen finanziellen Schutz oder eine Art selbstgemacht Rente aufbaust. Und das ganz ohne dich in trockene Themen einzuarbeiten und dich dabei zu Tode langweilst.

Zu geringes Einkommen

Da sich dieser Artikel aber vor allem an kreative Menschen richtet, möchte ich noch ganz gerne auf das Problem eingehen, das viele Kreative leider am Anfang ihrer Selbstständigkeit haben: das zu geringe Einkommen.

Wenn du nicht so viel Geld hast, dass du deine Lebenshaltungskosten auf 55 % deines Netto-Einkommens drücken kannst, kannst du trotzdem diese Methode anwenden.

Erstens kannst du die Prozente schleichend anpassen. Du musst nicht von heute auf morgen von 100 auf 0, sondern geh erstmal von 100 auf 99. Pauschal gesprochen.

Zweitens kannst du zunächst auf Spenden verzichten. Solange du selber nicht genug für deine grundlegenden Lebenshaltungskosten und die Bausteine der Vor-Budgetierung aufbauen kannst, hast du nicht genug Kapital und Budget, um dich um andere zu kümmern. Es klingt traurig, aber wir müssen uns eben immer zuerst um uns selbst kümmern.

Gehen wir mal davon aus, dass du netto 1.000 Euro im Monat bzw. 12.000 Euro im Jahr verdienst. Du hast allerdings Lebenshaltungskosten von 700 Euro. 700 Euro sind nicht 55 % von 1.000 Euro, sondern 70 %.

An der Stelle würde ich sofort die Maßnahme treffen, Spaß/Luxus und langfristige Anschaffungen von 10 % auf 5 % herunterzufahren und auf Spenden wie gesagt vorerst verzichten. Sofern es dir möglich ist, bleib bei den Investitionen und der Bildung auf 10 %. Spare lieber bei Spaß/Luxus und den langfristigen Anschaffungen, denn das ist neben den Lebenshaltungskosten das Geld, das einfach weg ist und für die du keinen Gegenwert bekommst, den du verwenden kannst, um mehr Geld zu verdienen.

  • 70 % für die Lebenshaltungskosten
  • 5 % für Spaß und Luxus
  • 10 % für Investitionen
  • 10 % für Bildung
  • 5 % für langfristige Anschaffungen
  • 0 % für Spenden

Ergeben wieder 100 %.

Hast du für dich festgelegt, dass du mit dieser Aufteilung leben kannst, ist das zweite Ziel, dich an die 55 % Lebenshaltungskosten anzunähern. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Erstens kannst du deine prozentualen Lebenskosten ein wenig runterschrauben. Wenn du heute mit 700 Euro für alles im Monat auskommst, kannst du durch verschiedene Methoden versuchen zu sparen. Vielleicht kommst du dann im nächsten Monat mit 690 Euro aus. Das sind dann nur noch 69 % und das eine gesparte Prozent kannst du dann in einem anderen Bereich wie Spaß und Luxus, den langfristigen Anschaffungen oder den Spenden nutzen.

Wenn du einen Monat mit 690 Euro ausgekommen bist, kommst du vielleicht im nächsten Monat auch mit 680 Euro und dementsprechend 68 % aus. Das gesparte Prozent kannst du wieder umverteilen und tust das so lange, bis du bei den 55 % Lebenshaltungskosten angekommen bist.

Das ist natürlich nicht immer realistisch. Wenn du in einer Stadt lebst und deine Miete alleine 500 Euro beträgt, müsstest du mit 550 Euro dein ganzes Leben bestreiten. Das ist natürlich nicht möglich. Genau aus diesem Grund hast du die 10 % bei den Investitionen unangetastet gelassen. Wenn du das ein paar Monate machst, sorgen die Investitionen dafür, dass du ein Mehr-Einkommen generierst. Du bekommst vielleicht Dividenden ausgezahlt, vielleicht hast du eine beträchtliche Wertsteigerung nach ein paar Monaten oder Jahren. So machst du vielleicht aus deinen 1.000 Euro im Monat nach nicht allzu langer Zeit 1.025 Euro im Monat.

Gerade in der Selbstständigkeit ist es enorm wichtig, deinen Fokus auf die Bildung zu legen. Regelmäßige Fortbildung ist die Verpflichtung jedes Selbstständigen. Aus der Bildung heraus, kannst du zum Beispiel, wenn du eine Verkäuferschulung machst oder mehr Expertise oder eine Qualifikation in einem Spezialgebiet erlangst, kannst du durch das in die Bildung investierte Budget dein Einkommen steigern. Dann werden aus den 1.000 Euro monatlich irgendwann 1.200 Euro.

Zusammengefasst heißt das: Idealerweise passt du die Lebenshaltungskosten schleichend an, sodass du immer ein bisschen einsparst, dich aber selber nicht schlecht behandelst. Auf der anderen Seite sorgen die Investitionen für das passive Einkommen und die Bildung auf Dauer dafür, dass du in einem gewissen Maße mehr Geld verdienst und mit deiner Selbstständigkeit weiter vorankommst.

So viel zu Theorie. Kommen wir zur:

Praxis

Die Praxis heißt:

  1. Verschaffe dir eine Übersicht über deine Finanzen

Wofür gibst du überhaupt Geld aus? Kommst du vielleicht sogar an die genannte Budgetierung ran? Bist du wirklich so sehr damit beschäftigt, deine Lebenshaltungskosten zu decken oder verbirgt sich da ein wenig Luxus? Netflix hier, Spotify da, eine Reise hier, ein bisschen da, hier, da, hier, da usw. Vielleicht kannst du schon alleine dadurch, dass du deine eigenen Finanzen analysierst, einige Stolpersteine entdecken. Das ist natürlich einmal eine große, anstrengende Hauruck-Aktion, aber meistens bist du danach schlauer als vorher.

Du könntest zum Beispiel ein Haushaltsbuch führen. Ich persönlich habe da gar keine Lust drauf. Es gibt auch Apps, die das für dich übernehmen und vom Konto automatisch erkennen. Ich persönlich mag es nicht, aber das muss ja nicht für dich gelten. Wenn das etwas für dich ist, probiere es aus. Du musst dich ja nicht verpflichten. Du kannst es ja mal für ein paar Wochen oder einen Monat ausprobieren. Vielleicht hast du danach was gelernt und dann hat es sich gelohnt. Und wenn nicht, hast du auch nichts verloren und lässt es einfach wieder.

  • Extra-Konten anlegen

Bei fast jeder Bank kannst du dir Tagesgeld-Konten zusätzlich zu deinem Girokonto anlegen. Bei der ING, bei der ich mit meinem Konto bin, kann ich drei oder vier Extra-Konten anlegen und ich habe diese Konten auch benannt.

  • Daueraufträge an dich selbst einrichten

Lege Daueraufträge an und bezahle dich so jeden Monat automatisch selbst. Wenn du dich zuerst bezahlst, kannst du dieses Geld nicht ausgeben, denn es liegt bereits auf den Konten, die den entsprechenden Sinn haben. Liegt das Geld auf dem Konto für langfristige Anschaffungen, kannst du dir davon keinen Kaffee bei Starbucks oder Döner kaufen. Dann geht es später in die Reise, das Motorrad oder was auch immer du dir wünschst investiert.

Übersicht über die Finanzen behalten

Wenn du unternehmerisch gesehen, eine Übersicht über deine Finanzen haben, alles unternehmerisch budgetieren und immer im Griff haben möchtest, dann empfehle ich dir Lexoffice.

Mit Lexoffice bekommst du eine intelligente Buchhaltung, mit der du Rechnungen, Angebote, aber auch Serien-Rechnungen – Thema: passives Einkommen – erstellen kannst. Du kannst Abschlagsrechnungen, Schlussrechnungen und auch Mahnungen erstellen. Ganz einfach mit einem Klick. Alles wird mit deinem Layout als PDF erstellt, automatisch rausgeschickt und auch noch automatisch mit deinem Konto verknüpft. Das ist eine große Zeiterleichterung und die Buchhaltung mit Lexoffice macht sogar den Leuten Spaß, die Buchhaltung hassen.

Hast du eine*n Steuerberater*in, kannst du einen Zugang zu Lexoffice verschaffen und kannst dadurch vielleicht sogar Geld bei der Steuerberatung sparen, weil der Buchhaltungsaufwand geringer ist, als wenn du nur deine Belege in einem Ordner – oder schlimmer noch: in einem Schuhkarton – einreichst.

Die Umsatzsteuervoranmeldung – sollte das für dich relevant sein -, kannst du mit nur einem Klick ans Finanzamt schicken. Und es gibt zubuchbar eine tolle Möglichkeit, deine Kunden zu managen. Du kannst nicht nur Rechnungen für jeden Kontakt hinterlegen, sondern auch E-Mail, Notizen und Aufgaben. Da kannst du eine Menge Customer Relationship für Anfänger bestreiten.

Außerdem hinzubuchbar, wenn du Angestellte hast, ist die Lohnabrechnung. Die Lohnabrechnung wird dadurch sehr entspannt. Das habe ich selbst erst neulich erfahren. Es gibt bestimmte Meldefristen, gerade bei den Krankenkassen. Da ist es immer der dritt- oder fünft letzte Bankarbeitstag eines Monats und da muss man wirklich auf die Fristen achten. Lexoffice übernimmt das für dich und sorgt dafür, dass du keine Frist mehr verpasst.

Wenn du Interesse hast, kannst du Lexoffice wahlweise 30 Tage kostenlos testen und ein wenig herumprobieren. Oder wenn du Lexoffice unbedingt haben möchtest, kannst du 40 % Rabatt für die ersten 12 Monate bekommen.

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Die Finanzen in den Griff zu kriegen ist für Kreative auf den ersten Blick nicht ganz leicht. Mit den hier vorgestellten Methoden gelingt es dir hoffentlich trotzdem. Hast du deine Finanzen schon im Griff und nutzt vielleicht ein anderes System? Verrate es mir in den Kommentaren!

Alles Liebe,

Kia Kahawa

Die Artikel aus der Reihe “Autoren an der Steuer” wurden nicht von einem Steuerberater verfasst und ersetzen keine professionelle Beratung. Für individuelle Beratung suche bitte einen Steuerberater auf. Mein Ziel ist es lediglich, allgemeine Informationen auf dem Gebiet der Steuern für meine Leser*innen bereitzustellen und insbesondere Autor*innen und Kreativen Hilfen zur Orientierung an die Hand zu geben. Alle Angaben ohne Gewähr. Beachte das Datum der Veröffentlichung dieses Artikels – Steuergesetze können sich jährlich ändern!

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