Zitate sind für beinahe jedes Buch eine sinnvolle Ergänzung, um den eigenen Gedanken Nachdruck zu verleihen oder fremde Ideen, von denen man selbst überzeugt ist, zu veranschaulichen.

Was viele nicht wissen: Es genügt manchmal nicht, einem Zitat lediglich Urheber und Quellenangabe anzufügen, um urheberrechtskonform zu handeln. Man spricht in solchen Fällen von Schmuckzitaten. Was Schmuckzitate sind und wie du sie trotzdem unbedenklich in deinem Buch nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Das zeichnet ein Schmuckzitat aus

Was ein Schmuckzitat ist, verrät eigentlich schon sein Name: Es handelt sich dabei um ein Zitat, das du zur Zierde in dein Buch einbaust. Das bedeutet, dass du es zusammenhanglos in einen Abschnitt packst, ohne dich inhaltlich damit auseinanderzusetzen.

In diesen Fällen darfst du Schmuckzitate nutzen

Ob du ein Schmuckzitat nutzen kannst, hängt einerseits vom Ableben des Urhebers ab und andererseits davon, wie du mit dem Zitat umgehst und ob Nutzungsrechte vorhanden sind.

Der Urheber

Du darfst ein Zitat als Schmuckzitat verwenden, wenn der Urheber des Zitates bereits seit 70 Jahren oder länger tot ist. Nach diesem Zeitraum erlischt das Urheberrecht, das ist gesetzlich festgelegt. Zwar kann der Urheber selbst nach seinem Ableben keine Ansprüche mehr erheben, wohl aber seine Nachfahren.

Zitierregeln und inhaltlicher Bezug

Baust du in deinem Buch das Zitat eines Urhebers ein, welcher noch nicht länger als 70 Jahre verstorben ist, und diskutierst dieses inhaltlich, beispielsweise, indem du dazu Stellung beziehst und es kritisch beleuchtest, um daraus gewisse Erkenntnisse abzuleiten, liegt kein Schmuckzitat vor.

Obligatorisch sind in diesem Fall lediglich die Nennung des Urhebers sowie der Quelle, der du das Zitat entnommen hast.

Nutzungsrecht erwerben

Es besteht auch die Möglichkeit, ein Zitat als Schmuckzitat zu verwenden, ohne dass das Ableben des Urhebers 70 Jahre zurückliegt und ohne dass du dich inhaltlich mit dem Zitat auseinandersetzt. Das geht über den Erwerb eines Nutzungsrechtes an dem Zitat.

Dafür stellt dir der Urheber, einer seiner Erben oder auch der Verlag, über welchen das Zitat publiziert wurde, eine schriftliche Genehmigung aus und verlangt dafür meist eine Vergütung.

Wie du Nutzungsrechte für Schmuckzitate erwirbst, erfährst du hier.

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