Nutzt du WordPress für einen oder sogar mehrere Blogs und arbeitest vielleicht sogar mit einem Redaktionsplan, dann kann das Plug-In Blog2Social hilfreich für dich sein. Den Support für das Plug-In gibt es in Deutsch und Englisch. In diesem Artikel gebe ich dir einen Einblick in den Leistungsumfang dieses Plug-Ins und erläutere die Stärken und Schwächen.

Wozu nutze ich Blog2Social?

Bevor ich das Plug-In vor einigen Jahren entdeckt habe, habe ich meine Blogbeiträge durch die Facebook-interne Planungsfunktion und über Tweetdeck vorausgeplant. Man kann jeden Artikel, den man mit WordPress erstellt, in der Zukunft datieren. Der Newsletter schickt sich bei Veröffentlichung selbst ab, nachdem ich das einmal eingestellt habe, und mit einem Screenshot oder manuell eingefügtem Titelbild konnte ich dann den Beitrag vorausplanen.

Die Sache hatte mehrere Haken. Plant man bei Tweetdeck einen Beitrag voraus, kann man diese Planung nicht mehr bearbeiten, sondern nur löschen und neu erstellen. Darüber hinaus hatte ich keine Übersicht mehr darüber, wann welche Posts online gehen, und ich habe mir von Anfang an gewünscht, dass ich manche Beiträge in regelmäßigen Abständen in die sozialen Medien bringen kann. Außerdem gab es keine Möglichkeit, das Ganze für Instagram zu machen, und sowieso hat es mich genervt, dass es kein einheitliches Dashboard für alle sozialen Medien gibt.

Die Entdeckung von Blog2Social war für mich mit einem Freudenschrei verbunden. Nach nur zwei Wochen mit der kostenlosen Version buchte ich die PRO-Version und spare seitdem Zeit und Nerven. Für 8,25 € arbeitet man als Selbstständige theoretisch keine ganze Stunde. Blog2Social nimmt mir für 8,25 € im Monat so viel Arbeit ab, dass sich das finanziell um Längen gelohnt hat.

Die Abrechnung erfolgt jährlich. 99,00 € pro Jahr finde ich absolut angemessen für meine Zwecke. Hast du nur einen Blog, kannst du das Ganze für 69,00 € bekommen. Aber dann entfallen für dich die Funktionen wie das zeitversetzte Auto-Posting an beliebigem Datum und zu den besten Zeiten oder persönlichen Zeiteinstellungen sowie individuelle Formatauswahl bei Social Media Postings. Dennoch ist das Plug-In auch in der günstigen Variante eine echte Bereicherung.

Was kann Blog2Social konkret?

Mit Blog2Social teile ich Blogbeiträge auf Facebook, Instagram und Twitter. Auf Facebook geht das in Gruppen, auf dem privaten Profil oder der öffentlichen Seite. Blog2Social bietet darüber hinaus auch VK, Linkedin, Xing, Pinterest, Tumblr, Reddit, Bloglovin, Diigo, Medium und Flickr an.

Die Posts können vorgefertigt sein, aber zu 100 % individualisiert werden. Sie werden automatisch zu den „besten Zeiten“ oder zu selbst festgelegten Zeitpunkten veröffentlicht. Der WordPress-Artikel, der per Link im Tweet anhängt, kann als Card oder Link-Beitrag dargestellt werden.

Das funktioniert ganz einfach: Man holt sich das Plug-In und bindet seine Accounts ein. Das läuft bei allen problemlos, nur Instagram zickt manchmal etwas herum und verlangt eine zweite oder dritte Verifizierung. Du kannst auch einen Social Media Account doppelt einfügen und somit in einem Aufwasch gleich zwei Social Media Postings vorausplanen.

Die Stärken und Schwächen von Blog2Social

Ich nutze Blog2Social bereits seit 2017. Daher sind mir so gut wie alle Stärken und Schwächen mittlerweile begegnet.

Eine der größten Stärken ist der Kunden-Support. Bei einer Anfrage wegen eines Problems wird einem zügig per E-Mail geholfen, der Kontakt ist freundlich und ich hatte von Anfang an das Gefühl, mit jeder noch so blöden Frage ernst genommen zu werden. Da Blog2Social aus deutscher Feder stammt, kann man den Kundensupport zum Ortstarif montags bis freitags von 9:00 bis 17:00 anrufen. Easy!

Zwischendurch habe ich einen Feature-Wunsch abgegeben, da ich die Funktion vermisst habe, dass man einen Beitrag automatisiert beispielsweise alle 60 Tage vertwittern kann. Das ging davor nur wöchentlich oder täglich. Und, was soll ich sagen? Mein Feature-Wunsch wurde umgesetzt!

Eher schwach fand ich den „Beste Zeiten Manager“. Klickt man darauf, schlägt das Plug-In beispielsweise vor, einen Tweet um 08:00 Uhr zu veröffentlichen oder Facebook um 19 Uhr zu bespielen. Das stimmt nicht mit dem überein, was ich aus meinen eigenen Followern geschlossen habe und ich glaube nicht, dass das Plug-In das Verhalten meiner Follower analysiert, sondern sich je nach Wochentag auf einen allgemein anerkannten Durchschnittswert beruft – so in etwa kann ich mir das vorstellen. Dieser „Beste Zeiten Manager“ ist für Anfänger gut geeignet. Fortgeschrittene, die eigene Zeiten haben, können sich eigene Einstellungen schreiben. Der Support von Blog2Social schrieb mir: „Zum Anpassen der Zeiten gehe einfach auf Blog2Social -> Einstellungen -> Beste Zeiten. Dort kannst du Zeiten für jedes Netzwerk und auch dort dann unterschiedliche für Profile, Seiten und Gruppen eintragen.“ – jetzt ist auch klar, warum ich den „Beste Zeiten Manager“ schwach fand und nicht finde, denn inzwischen erspart er mir einen kurzen aber nervigen Arbeitsschritt.

Stark ist hingegen der sich erstellende Redaktionsplan. Auch, wenn du keine Ahnung hast, wann du was posten willst, Blog2Social schreibt natürlich mit. In einem visuell ansprechenden Kalender wird dir nicht nur gezeigt, an welchem Kalendertag wie viele und welche Beiträge auf welchem Netzwerk online gehen. Du kannst stattdessen auch eine Beitragsansicht wählen und sehen, welcher Beitrag wie oft wann und wo publiziert wird. Interessiert dich also, was am 24. Mai im Namen deiner Accounts veröffentlicht wird, kriegst du das mit einem Klick raus. Interessiert dich, wann der Beitrag X zum nächsten Mal verbreitet wird, ist auch das in Sekundenschnelle herausgefunden.

Eine weitere Schwäche finde ich in der Erweiterung von Blog2Social, die ich selbst als Feature-Wunsch hatte. Die Übersetzung von „one time, two times“ ist im Deutschen etwas fragwürdig, denn es ist die Rede von Zeiten. Wenn ich einen Beitrag dreimal teilen will, teile ich ihn für drei Zeiten. Der Abstand zwischen den Veröffentlichungen beträgt 100 Tage maximal. Das ist etwas schade, denn ich würde gerne einige Beiträge jährlich, also alle 365 Tage vorausplanen, ohne mir Gedanken darüber zu machen. Das kann besonders bei Beiträgen von Vorteil sein, die zu Weihnachten oder zur Frist der Abgabe der Steuererklärung (siehe „Autoren an die Steuer“) relevant sein können.

Eine Stärke hingegen, die mich überzeugt, ist, dass man die Bilder für das Netzwerk selbst auswählen kann. Neben dem Titel- beziehungsweise Beitragsbild wird jedes Bild vorgeschlagen, das in den Beitrag eingebunden ist. Besonders für Liebhaber des klassisch- quadratischen Formats bei Instagram ist diese Funktion außerordentlich hilfreich.

Toll ist auch, dass das Plug-In Blog2Social sich in die Beitrag-erstellen-Funktion einschleicht. Oben rechts neben jedem WordPress-Beitrag findet man ein Feld, in dem man nach dem Vorausplanen des Beitrags sofort in die Social Media Maske kommt, durch die man den soeben fertiggestellten Beitrag teilen kann.

Ein Geheimtipp für Instagrammer

Kennst du Hootsuite? Damit kannst du unter anderem Instagram-Beiträge vorausplanen. Das kostet nichts, wenn du nur bis zu 30 Nachrichten im Voraus planen willst. Willst du das unbegrenzt tun, kostet dich das 19,00 € im Monat. Das sind 129,00 € mehr als Blog2Social im Jahr kostet.

Ich umgehe so ein teures Instagram-Gimmick und zweckentfremde Blog2Social regelmäßig, um Instagram vorauszuplanen. Dazu teile ich einfach einen Beitrag, lösche den Link, ändere das Foto und gebe den Inhalt ein. So nutze ich Blog2Social als 2-in-1-Plug-In. Clever, oder?

Blog2Social tut in der PRO-Version vielleicht ein wenig im Geldbeutel weh, aber das Plug-In ist jeden Cent wert. WordPress und Social Media gehen damit Hand in Hand. Als Autor*in mit eigenem Blog und Social Media Accounts lohnt sich ein Blick definitiv. Nutzt du Blog2Social bereits? Erzähle mir von deinen Erfahrungen in den Kommentaren!

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