Warum ich mit dem Selfpublishing aufhöre

23 Jun 2020 | Autorenleben | 23 Kommentare

Am 1. Mai habe ich einen Podcast veröffentlicht, in dem ich darüber spreche, warum ich mit dem Selfpublisher-Dasein ein Ende ausmachen möchte. Es geht um Margen, Finanzen, Tantiemen, Buchausstattung und den Geruch von Papier: Warum Books on Demand, TWENTYSIX und Epubli nichts mehr für mich sind und welche Alternative ich ab sofort einschlagen möchte, erkläre ich euch im Podcast.

Hier geht’s zum Podcast: Patreon

Disclaimer: Die nachfolgenden Inhalte und Beispiel-Rechnungen beziehen sich ausschließlich auf Printbücher. Die Idee dahinter ist, dass sich eine gedruckte Auflage in sich selbst rentieren soll und E-Books “on top” kommen. Die Rechnungen stellen keine fallrealistischen Zahlen dar, da E-Books einen Großteil der Einkünfte von Autorinnen und Autoren darstellen.

Was sind Distributoren, was sind Verlage?

Ich habe zwei Bücher veröffentlicht. „Die Krankheitensammlerin“ und „Hanover’s Blind“. Beide bei den unterschiedlichen und doch gleichen Distributoren Books on Demand und TWENTYSIX.

Distributoren sind weder Druckereien noch Verlage. Sie übernehmen Dienstleistungen wie Verlage wie beispielsweise

  • Lieferung der Pflichtexemplare an die deutsche Nationalbibliothek
  • Vergabe der ISBN in einem verlagsähnlichen Nummernkreis
  • Lieferbarmachung bei VLB, Libri (Großhandel), Amazon und co

Der Autor / die Autorin muss dennoch, ganz im Gegensatz zu einer Verlagsveröffentlichung, folgende Kosten tragen:

  • Lektorat
  • Korrektorat
  • Buchsatz
  • Coverdesign
  • Marketing

Bei der Buchveröffentlichung über einen Distributor haben Selfpublisher*innen also so oder so viel zu investieren und machen das Meiste in erster Linie selbst. Doch lohnt sich das? Ich möchte ein bisschen rechnen.

Lohnt sich Selfpublishing bei Books on Demand & co.?

Für die Berechnungsgrundlage der nachgestellten Rechnungen möchte ich ein Buch mit pauschalen 200 Seiten verwenden. Das ist für mich realistisch, da ich „Die Krankheitensammlerin“ bei epubli in der ersten Auflage mit 192 Seiten, in der zweiten Auflage bei Books on Demand mit 212 Seiten, und „Hanover’s Blind“ mit 188 Seiten bei Twentysix veröffentlicht habe.

Wenn du meine Rechnungen nachverfolgen möchtest, kannst du das bei den Preis-Kalkulatoren von Books on Demand (Runterscrollen bis “Ladenpreis-Kalkulation”) oder TWENTYSIX (runterscrollen bis “Verkaufspreis-Kalkulation und Margen) nachvollziehen. Auch den Preiskalkulator von Epubli ziehe ich für diesen Artikel heran.

Die Buchausstattung für die folgenden Rechenbeispiele

Ein Buch mit 200 Seiten, glänzender Laminierung und cremefarbenen Papier (90 g/m²) ist die Grundlage für folgende Berechnungen.

Bei Books on Demand und TWENTYSIX wende ich das 12 * 19 cm Taschenbuchformat an, bei Epubli 12,5 * 19 cm, da Epubli kein ähnlicheres Format anwendet. Bei Amazon können Selfpublisher*innen ihre Buchmaße frei wählen, also arbeite ich auch hier mit 12 * 19 cm.

Außerdem rede ich hier zunächst nur von On-Demand-Produkten und erwähne die Eigenexemplare nur am Rande. Eine Ausgabe von Hanover’s Blind kostet mich für den Eigenbedarf 6,32 € netto. Ab 25 Exemplaren 5,50 €. Ab 50 Exemplaren 5,22 € … Ab 200 Exemplare 4,14 €. Aber: Liebe Selfpublisher*innen: Verkauft ihr regulär und planmäßig gemäß eurer Liquiditätsrechnung sicher über 200 Exemplare vom Wohnzimmer aus? Ich jedenfalls nicht.

So viel verdiene ich an einem Buch

Books on Demand

Ich kalkuliere also bei Books on Demand. 12 * 19. Strukturgeprägt, 200 Seiten. Bei dieser Kalkulation beträgt die Ladenpreisempfehlung 7,99 €. Die Marge im Buchhandel beträgt 1,01 €. Im BoD-Shop 1,52 €.

Stückpreis bei Bestellung: 6,50 € netto. Danach 5,70 € ab 25 Exemplaren. Nur so als Info.

Wenn ich dieses fiktive 200-Seiten-Buch also bei BoD Für 9,99 € verkaufen möchte, kann ich pro verkauftem Exemplar 1,84 € im Buchhandel verdienen und 2,76 €, falls der sehr seltene Fall eintreten sollte und jemand mein Buch über den BoD-Shop kauft.

Halten wir fest: Ein verkauftes Exemplar bringt bei BoD nach unserer Rechnung 1,84 €.

TWENTSIX

Ich mache dieselben Eingaben (12 * 19 cm, cremeweiß, strukturgeprägt, 200 Seiten).

Das Ergebnis bei 9,99 € Verkaufspreis: 1,61 € Marge im Buchhandel.

Ein Exemplar kostet 6,96 € im „privaten Buchbestellungs-Vorgang“.

Pro Buch sind das erstmal 0,46 € mehr Kosten. Wenn ich ein Buch verkaufe, bekomme ich bei TWENTYSIX  0,23 € weniger. Also: 1,61 € statt 1,84 €. Hinzu kommt die Veröffentlichungsgebühr 39,00 € statt 19,00 €.

Halten wir fest: Ein verkauftes Exemplar bringt bei TWENTYSIX nach unserer Rechnung 1,61 €.

Epubli

Seit zwei Jahren habe ich nicht mehr dort veröffentlicht, u. a. da die Cover nicht austauschbar sind und ich mit dem Kundenservice von Epubli nicht besonders zufrieden war.

Ich kann hier nicht die Angaben von 12 * 19 cm machen, sondern 12,5 * 19 cm. Der Rest ist so ähnlich wie möglich: 90 g/m² cremeweißes Papier, Softcover, keine Strukturprägung möglich. Ich erwarte also, dass das Buch etwas günstiger wird.

Die privaten Bestellungskosten betragen 6,09 € brutto, also 5,69 € netto. Zunächst ist Epubli günstigste Option, zumal hierbei keine Veröffentlichungsgebühr anfällt.

Bei einem Verkaufspreis von 9,99 € würde ich bei Epubli … tadaa: 1,25 € im Buchhandel verdienen!(Nein, das ist kein Witz. Rechne es nach!)

Halten wir fest: Ein verkauftes Exemplar bringt bei Epubli nach unserer Rechnung 1,25 €.

 

Die viel zu teuren Autorenexemplare

Die einzige Person, die bei Books on Demand oder TWENTYSIX meine Bücher über den BoD-Shop kauft … nun ja, das bin ich selbst. Klingt komisch, aber lasst uns auch hier mal kurz rechnen. Ich möchte 10 Exemplare für eine Lesung haben.

Ich kann 10 Exemplare à 6,50 € kaufen. Dazu fallen Versandkosten von 7,80 € zzgl. MwSt an und ich muss eine Woche auf meine Lieferung warten. Am Ende habe ich 72,80 € netto für zehn Bücher bezahlt.

Wenn ich meine eigenen Bücher als Kundin kaufe, kostet ein Exemplar 9,99 € brutto (= 9,33 € ohne Umsatzsteuer). Ich erhalte pro verkauftem Buch, auch wenn ich es an mich selbst verkaufe, eine Marge von 2,76 € brutto (2,58 € netto). Also rechnen wir 9,33 € – 2,58 € = 6,75 €. Versandkosten fallen nicht an, die Lieferung ist innerhalb von drei Tagen da.

Wenn ich also mein eigenes Buch als Kundin kaufe, zahle ich für meine Eigenexemplare 6,75 €. Wenn ich als Autorin eine Eigenexemplarbestellung in dieser zugegeben sehr geringen Menge aufgebe, zahle ich pro Exemplar 7,28 €.

Und auch ohne Umsatzsteuerpflicht rentiert sich diese Variante: 9,99 € Ladenverkaufspreis – 2,76 € Autorenhonorar = 7,23 €. Pro Exemplar kann ich als Kleinunternehmerin also 5 Cent sparen (7,23 € statt 7,28 €) und erhalte die Lieferung deutlich schneller.

Bei Twentysix sieht die Rechnung ähnlich, sogar noch etwas lukrativer für den “Fake-Kunden” aus.

 

Die Veröffentlichungskosten eines Buches

Wir gehen vom günstigstenen Buch aus mit Preisen etwas unterhalb normaler Werte. Damit ich möglichst fair und günstig rechnen kann. Sagen wir, ein günstiges Lektorat kostet 4,00€ pro Normseite statt 6,00 € bis 8,00 €, wie als branchenüblicher Normseitenpreis bekannt. Bei unseren 200 Seiten machen das 800 € Lektoratskosten.

Ein Buchsatz ohne Grafiken und aufwendige Zusätze ist bei guten Freunden und ordentlicher .rtf-Datei schon für 400 € zu erhalten. Das günstigst-mögliche Korrektorat ist vielleicht für 1,25 € pro Seite möglich, kostet also 250 €. Die Veröffentlichungsgebühr habe ich zur Vergleichbarkeit der Plattformen rausgelassen, Marketing ist auch teuer, aber hier lasse ich es bewusst raus, weil ich auf etwas Bestimmtes hinaus möchte. Coverkosten kommen ebenfalls mit dazu. Für 300 € kriegt man sicher ein sehr günstiges Buchcover.

Realistisch und mit ein bisschen Puffer wären eher Kosten wie 1.200 € Lektorat, 700 € Buchsatz, 500 € Korrektorat, 500 € Buchcover. Aber bleiben wir bei den kleinstmöglichen Zahlen. 

DIe Gesamtkosten des Veröffentlichungsprozesses betragen also mindestens 1.450 €, eher aber bewegen sie sich um 2.000 €.

Halten wir also fest: Eine Buchveröffentlichung kostet in unserem Beispiel 1.450 , weil wir ein sehr dünnes Buch haben und gute Freunde, die uns mit Rabatten abwerfen.

 

Wie viele Bücher muss man bei BoD und co. verkaufen?

Der Buchverkauf muss, wenn ich Selfpublishing professionell betreiben möchte, die Veröffentlichungskosten aufwiegen. Ich will immerhin mindestens beim Break Even, bei 0 rauskommen. Idealerweise verdiene ich aber den ein oder anderen Cent an meinen Büchern.

BoD

1450 € : 1,84 = 788 verkaufte Bücher nötig

TWENTYSIX

1450 € : 1,61 = 900 verkaufte Bücher nötig

Epubli

1450 € : 1,25 = 1.160 verkaufte Bücher nötig

Wir müssen also in der kleinstmöglichen und allergünstigsten Rechnung zwischen 788 und 1.160 Bücher verkaufen, um bei Null rauszukommen. Bei Null heißt: Die reinen Herstellungskosten sind abgedeckt. Kein Marketing, keine Rezensionsexemplare, keine Buchmesse-Reise, keine Werbeanzeige.

 

Etwas realistischer rechnen

„Hanover’s Blind“ hatte Investitionen von 3.500 €. Dass davon knapp 2.200 € duch Crowdfunding zusammenkamen, lassen wir mal außen vor, denn Crowdfunding ist nicht der Normalfall bei einer Buchveröffentlichung.

Bei BoD wären 1.900 verkaufte Exemplare nötig, um Hanover’s Blind auf Null zu bringen. Bei TWENTYSIX 2.100 Exemplare, bei epubli 2.800 Exemplare. In diesem Fall, und erst, wenn das eintritt und ich diese zwei bis dreitausend Exemplare verkauft habe, bin ich kein Hobbyautor mehr. Hobby heißt, einer Leidenschaft nachzugehen und dafür eben auch Geld zu bezahlen. Fürs Stricken kauft man Wolle, für den Papagei Futter und Spielzeug … Hobby!

Ich habe diese Anzahl der Bücher noch nicht verkauft. Ich konnte meine Kosten u. a. durch Crowdfunding und durch Lesungen so weit decken, dass Hanover’s Blind schon seit Anfang 2019 Gewinn bringt. Auch die Krankheitensammlerin bringt erst Gewinn, seit ich ein paar Lesungen veranstaltet habe. Aber das ist ein anderes Thema.

Wir haben es also mit einem harten Widerspruch zu tun. Ich sehe mich nicht als Hobbyautorin, sondern nehme diese ganze Selfpublishing-Sache ernst. In meiner “Rente” (haha) möchte ich von Tantiemen leben können. Außerdem möchte ich mit 30 Jahren einen Bestseller, also ein Buch mit 100.000 Verkäufen auf dem Markt haben. Ich habe große Ziele, sie sind vielleicht auch ziemlich größenwahnsinnig, aber das schadet niemandem.

Wenn ich bei BoD 100.000 Bücher verkaufe, sind das 184.000 € Tantieme. Das ist viel Geld, ja, aber dazu ist eine riesige Menge Marketing nötig. Ich kann keine 100.000 Bücher mit 6.000 – 7.000 € Marketingbudget generieren, es sei denn, mein Buch ist so genial, dass sich die Verkäufe verbreiten wie ein Lauffeuer.

Da ich aber realistisch rechnen will, gehen wir mal davon aus, dass ich einen Glücksgriff habe und 15.000 Exemplare verkaufe. Also 27.600 € Einnahmen. Gegen 3.000 € Veröffentlichungskosten und meinetwegen 3.000 € Marketingbudget. Ein Jahr harte Arbeit. Gewinn von 21.600 €.

Auf den Gewinn kommt die Sozialversicherung. Künstlersozialkasse. 25 %. Es bleiben 16.200 €.

Darauf kommt die Einkommensteuer. 1.378 € nach Grundtabelle.

Zack, es bleiben 14.822 € netto. 1.235 € im Monat.

Wäre ziemlich cool, oder?

Tja, so einfach ist das leider nicht.

 

Der Traum der hauptberuflichen Schriftstellerin

Jetzt kommt der Knackpunkt: Ich bin hauptberuflich selbstständig, lebe also das, was viele (angehende) Schriftsteller*innen erreichen wollen. Ich habe kein Studium, keine Festanstellung, keine Familie.

Wenn abhängig Beschäftigte ihre Steuern zahlen oder von der Steuer bezahlt sind, machen sie ihre Steuererklärung und alles ist erledigt. Gehalt minus Werbungskosten gleich Einkünfte. Die kann der Festangestellte dann für die privaten Lebenshaltungskosten verwenden.

Bei mir kommen pro Euro, den ich einnehme, ca. 70 % Betriebsausgaben drauf.

Im Monat zahle ich beispielsweise:

  • Mehrere hundert Euro Krankenversicherung
  • Lizenzen, Konzessionen, Software (von Buchhaltung bis Adobe CC)
  • Mitgliedsbeiträge und Versicherungen
  • Umsatzsteuer und Einkommensteuer-Vorauszahlungen
  • Mitarbeiter
  • Reisen, Buchmessen
  • Marketing, Website, Server

Was überbleibt, davon lebe ich. Von diesen 1,84 € bei einem verkauften Exemplar bei BoD bleiben ca. 30 % über, was 55 Cent pro verkauftem Buch ausmacht. So müssen wir eigentlich rechnen, wenn wir hauptberufliche Schriftsteller*innen sein wollen.

Um nun meine sehr günstigen 1.450-€-Investition wieder reinzuholen, müsste ich 2.626 Bücher verkaufen. Für die realistische 3.000-€-Investition sind es fast 5.500 Bücher. Jedes Buch, das ich darüber hinaus verkaufe, bringt 0,55 €. Wie viele Bücher ich verkaufen müsste, um die 1.235 € Nettoeinkommen im Monat zu haben, von denen ich oben in der vereinfachten Rechnung geträumt habe, kannst du dir ja denken.

Und weißt du was? Marketing macht so keinen Spaß. Bei Google- oder Amazon Werbung zahlt man meist pro Klick um die 0,80 €. Damit fällt diese Marketingchance weg.

Noch kurz ein paar positive Worte: TWENTYSIX und BoD gehören bekanntlich zusammen. Sie haben hervorragenden Kundenservice, wenn Fehler entstehen, sind sie unproblematisch und kulant. Sie stürzen dich nicht in Unkosten, wenn ein Fehler auch mal auf deiner Seite liegt.

Durch TWENTYSIX wurde ich zu einem Autorencoaching in Leipzig eingeladen, stand als Expertin in einer Art Sprechstunde am Stand, halte Vorträge auf den Buchmessen und habe wertvolle Kontakte geknüpft. Und auch durch Epubli und BoD können deine Bücher auf den Messen ausgestellt werden, ohne dass du einen eigenen Stand hast, und der Einstieg in die Buchbranche ist auch bei kleinem Budget sehr toll.

Ich halte von Distributoren sehr viel, wenn es um den Einstieg in die Buchbranche geht. Ich habe meinen Einstieg mit diesen Distributoren gemacht und bereue nichts. Ich möchte die Distributoren nicht missen in der Buchbranche.

Aber es ist Zeit, voranzuschreiten. Wenn ich wirklich Vollzeit-Schriftstellerin werden möchte.

 

Kia probiert es jetzt mit dem Selbstverlag

Ich möchte mein Jugendbuch mit dem Arbeitstitel „Zwei Seelen“ über Nova MD veröffentlichen. Die Exemplare drucke ich dann bei Books Factory. Soweit jedenfalls der Plan.

Kontra: Ich bin die Verlegerin. Ich muss das Geld vorstrecken.

Pro: Nova MD lagert meine Bücher ein und macht es bei libri lieferbar, übernimmt den Vertrieb. Eine ISBN kann man ebenfalls über Nova MD bekommen, oder aber auch seine eigene ISBN mitbringen. Ich denke drüber nach, einen Verlag zu gründen und darüber ISBN zu beziehen, bin aber noch nicht sicher.

Nova MD lagert Bücher für 4 € im Monat für mindestens zwei Jahre. Es handelt sich beim Selbstverlag um normale Buchverkäufe, nicht um “Print on Demand”. Die Auflage wird gedruckt sein und rumliegen. Wer das Buch bestellt, kriegt es geschickt. Der Drucker druckt nicht bei jeder Bestellung.

Außerdem kann ich bei Booksfactory eine Lieferung an zwei Adressen veranlassen. So kann ich z. B. 30 Bücher zu mir schicken lassen und die restlichen 200 direkt an Nova MD schicken.

Und, das habe ich noch gar nicht erwähnt: Mich nervt die Buchausstattung von Distributoren-Büchern! Immer 12 * 19. Immer ohne Klappe. Farbseiten sind relativ teuer. Harfcover unbezahlbar. Immer das gleiche Papier. Es riecht nach Selfpublishing! Im Ernst, ich kann rausriechen, wo bzw. wie ein Buch gedruckt wurde.

Wenn ich in den Selbstverlag gehe, kann ich:

  • Individuelle Buchblockgestaltung
  • Kein Zwang zur identischen SP-Buchausstattung
    • Folienprägung, Goldprägung …
    • Klappen möglich
    • Papiermöglichkeiten
    • Farbdruck im Innenumschlag

Also lasst uns mal wieder kalkulieren.

Kalkulation im Selbstverlag

Bei einer kleinen Auflage von 300 Büchern für den Start gehe ich mit 363 € in Vorleistung, wenn ich alle oben bei den BoD-, TWENTYSIX- und Epubli-Rechnungen ausgewählten Eckdaten übernehme. Der Stückpreis pro Buch beträgt 1,21 €.

Bei einem Verkaufspreis von 9,99 € würde ich also 8,78 € verdienen, wenn ich ein Buch selbst verkaufe. Ich muss sagen: Bei dem Gedanken habe ich noch mehr Lust auf Lesungen und Buchmessen und das Marketing drumherum! Bei einem Selbstverkauf müsste ich 42 Bücher verkaufen, um den Break Even der Druckkosten zu erreichen.

Bei einem Verkauf über Nova MD kämen allerdings nur 3,70 € raus. Abzüglich der Druckkosten von 1,21 € wäre der Gewinn auf 2,49 € geschmälert. Das ist nicht die Welt, aber mehr als im Selfpblishing. Würde ich Veröffentlichungskosten von 1.450 € haben, würde ich also 582 Exemplare verkaufen müssen.

Also entweder hoffen, dass die E-Books einiges bringen, oder die Auflage von Anfang an erhöhen. Hier sehe ich definitiv ein großes finanzielles Risiko in der Invesition. Aber ich möchte es wagen. Vielleicht mit einer 500er-Auflage.

 

Fazit

Selfpublishing ist teuer. Der Selbstverlag ist ein großes Risiko, gibt mir aber viel mehr Entscheidungs- und Entfaltungsfreiheit, was die Buchausstattung angeht. Ich denke an bedruckte Buchschnitte, an farbige Klappen, an Illustrationen vor jedem Kapitel. An ein Buchblock-Maß, das man sonst nur von Großverlagen kennt, das nichts mit 12 * 19 zu tun hat. Ich denke an den Geruch von diesem herrlichen cremeweißen Papier.

Derzeit sitze ich an meiner Liquiditätsrechnung und an einem Marketingplan. Ich möchte mit meinen selbst zu veröffentlichenden Büchern den nächsten Schritt gehen. Es ist riskant und nicht für jeden was, und ich kann nicht sagen, ob ich das wirklich auf Dauer durchziehe und nicht doch irgendwann zu den Distributoren zurückkehre. Sie sind für geringes Risiko die beste Wahl. Aber ich glaube, ich muss etwas wagen.

Ich bin bald keine Selfpublisherin mehr, sondern Selbstverlegerin. Wenn du mich auf diesem Weg begleiten möchtest, werde doch bitte Mitglied auf meiner Patreon-Seite für einen Dollar im Monat. Das sind umgerechnet 23 Cent pro Woche oder pro Podcast, und du kannst unverschnörkelt alles aus dem Selbstständigen- und bald Selbstverleger-Leben hören. Alles, was sich um Einblicke in Finanzen, Steuern, zukünftige Projekte und Tipps dreht, erfährst du Freitagnachmittag bei Patreon. Sei dabei, wenn ich versuche, hoch zu fliegen und nicht tief zu fallen.

Ich hoffe, dieser Blogartikel hat dir eine gute Übersicht gegeben.

Alles Liebe,

Kia



23 Kommentare

  1. Veronika

    Ich war wirklich gespannt, was du zu sagen hast, nachdem dein Titel so reisserisch klingt. Als dann als neue Option der “Selbstverlag” rauskam, war ich etwas enttäsucht.
    Selfpublishing ist Selbstverlag. Es ist die eins zu eins Übersetzung ins Deutsche. Ich bin Selfpblisherin und gehe über Booksfactory und Nova MD.
    Ich finde es zwar sehr interessant, dass du nun auch diesen Weg einschlägst, aber ich finde die Betitelung von dir wirklich irreführend…

    Antworten
    • Kia Kahawa

      Wie du im Artikel gesehen hast, unterscheide ich zwischen Selfpublishing und Selbstverlag. Die 1-zu-1-Übersetzung von Selfpublishing wäre auch als “Selbstveröffentlichung” zu übersetzen, und das zeigt ganz gut den Unterschied zwischen Selfpublishing und Selbstverlag, den ich im Artikel rausgearbeitet habe.

      Antworten
      • Ich

        Ich vermisse Ebooks in der Rechnung. Verkaufen die erfolgreichen Selfpublisher nicht hauptsächlich Ebooks?

        Antworten
        • Kia Kahawa

          Ja, in der Tat tun sie das. Ich habe aber bewusst nicht mit E-Bookx gerechnet, weil ich bei meiner Liquiditätsrechnung darauf achte, dass sich der Druck allein rentiert. Mein persönliches Anspruch ist, mit den Printbüchern auf Null zu kommen (sonst wäre es geschäftsschädigend, Bücher zu drucken), und durch die E-Books kommen dann die Gewinne. Ich habe keine aussagekräftigen Zahlen zu E-Book- und Print-Verhältnissen und wollte mir die Rechnung durch E-Books nicht irgendwie schön machen. In ein paar Monaten oder eher Jahren sieht das anders aus, dann rechne ich nochmal neu mit meinen tatsächlichen Zahlen, in denen dann auch E-Books vorkommen.
          Liebe Grüße

          Antworten
  2. Tilmann

    Warum lässt du dann nicht alles bei NOVAMD machen? Ist es nicht umständlich, bei zwei Dienstleistern Kunde zu sein?

    Antworten
    • Kia Kahawa

      Gute Idee. Ich werde mich da mal erkundigen, meine aber mich zu erinnern, dass ich die Nova MD Bücher in der Ausstattung nicht ausreichend fand. Kann mich aber irren!

      Antworten
  3. Uta Maier

    Ich veröffentliche Prints über Amazon KDP und über Nova MD. Daher habe ich den direkten Vergleich, was die Qualität der TB angeht. Es ist nahezu dieselbe. Ich bin mit Nova MD grundsätzlich zufrieden, aber ich bekomme kein wesentlich hochwertigeres Buch, wenn ich kein Hardcover drucken lasse. Und jedes Extra kostet Geld. Beim Verschicken der Exemplare werden auch wie bei A einige geknickt geliefert. Noch dazu, und das ist ein Manko, ist jedes Buch einzeln eingeschweißt. In Plastik. Einigen mag das gefallen, aber es ist unnötig und umweltbelastend.
    Prinzipiell sehe ich es wie meine Vorredner/-schreiber – Selbstverlag ist SP. Ich brauche ja trotzdem auch ein Lektorat und ein Cover, das bezahlt werden muss. Der einzige Unterschied ist, dass ich bei Nova in Vorleistung gehen muss. Ansonsten habe ich für mich keinen Unterschied festgestellt. Ich verkaufe trotzdem am meisten über Amazon, auch die Prints von Nova. Ich muss aber dazu sagen, dass für mich BOD oder andere Distributoren nie infrage gekommen sind, BOD nur für Hardcover, würde ich aber nie wieder machen, andere deshalb nicht, weil man sonst ja seinen Verdienst erst mit denen und dann noch mit dem großen A. teilen muss.
    Ohne Distributor direkt bei Amazon, vor allem, was das E-Book betrifft, hat bisher am meisten eingespielt.
    Die Qualität von Booksfactory ist übrigens sehr gut … trotzdem würde ich einfachheitshalber direkt von Nova drucken lassen. Da hast du auch immer direkt einen Ansprechpartner.

    Antworten
  4. Klaus Seibel

    Die Rechnung ohne E-Books zu machen, ist schon etwas schief. E-Books sind bekanntermaßen der entscheidende Teil eines Selfpublisher-Lebens. Außerdem: Wenn man Gesamtkosten (Lektorat, Cover, …) nur auf ein Teilprodukt Print umlegt, kann dieses Teilprodukt sich nicht rechnen. Lektorat, Cover, Marketing und manches andere wird auch durch E-Books mitgetragen.

    Antworten
  5. Sandra Uschtrin

    Wenn du für deine Bücher nicht 9,99 Euro nehmen würdest, sondern 12,99 Euro oder 14,99 Euro, sähe die Rechnung anders aus. Und Buchhandlungen müssten nicht drauflegen, wenn sie dein Buch verkaufen. – Meinst du, dein Buch würde sich dann schlechter verkaufen?

    Antworten
    • Kia Kahawa

      Hey Sandra,
      ich glaube schon, dass sich Bücher ab 12 Euro schlechter verkaufen, wenn sie nichts “Besonderes” haben. Allein mit farbigen Illustrationen hoffe ich, mein Werk (voraussichtlich 200 Seiten) zu 12 € abgeben zu können, halte das aber trotzdem für gewagt. Mehr Verkaufserfahrung habe ich da leider auch nicht.
      Liebe Grüße
      Kia

      Antworten
      • Stefan Moser

        Vorsicht bei gemischten SW / Farbbüchern im Digitaldruck. Da springen die Preise gern schnell nach oben da hier manuelle Arbeit (zusammentragen der SW und Farbseiten) ins Spiel kommt. (Preis-)Optimum ist es reine SW oder reine Farbbücher zu machen. Nur wegen 3-4 Seiten ist das meist ein Knackpunkt in der Kalkulation.

        Ja, ich mache beruflich Bücher … 😉

        Antworten
        • Kia Kahawa

          Hallo Stefan, danke für den Hinweis. Da hast du natürlich recht.

          Liebe Grüße
          Kia

          Antworten
  6. Heinrich Göbel

    Ich merke schon länger immer wieder einmal an, dass ich vielleicht einmal ein Buch mit Episoden aus meinem Berufsleben schreiben werden, natürlich unkenntlich gemacht … eine Sammlung mit Episoden-Titeln baue ich schon lange nach und nach auf. Die vielen “Cents” geben da schon zu denken. Dann schreib’ ich’s lieber als Hobby und verschenke es an Freunde …

    Antworten
  7. Ruprecht Frieling

    Deine Überlegungen sind nur dann nachvollziehbar, wenn du eBooks bewusst aus der Kalkulation ausklammerst, also nicht anbietest. Das deckt jedoch lediglich ein Segment des Marktes ab, ob du dich nun Self-Publisherin oder Selbstverlegerin nennst. Du bist und bleibst eine Autorin auf eigene Kosten.

    Hinsichtlich der Barsortimente würde ich die BOD-Konzentration auf deren Mutter Libri unbedingt in die Belieferung aller Sortimente, also auch Zeitfracht, ausdehnen.

    Ich empfehle in deinem Fall eine Mischproduktion, z.B. 300 Exemplare zum Spottpreis bei einer auf Kleinauflagen spezialisierten Druckerei wie SDL, die auch Auslieferung an alle Handelspartner anbietet sowie das Bereithalten von on-demand-Büchern via Amazon. Auf diese Weise kannst du auch verschiedene Ausführungen und Qualitäten zu gestaffelten Preisen anbieten.

    Ob sich all das wirtschaftlich lohnt, hängt letztlich vom Verkauf deiner Bücher ab. Nimm es doch erst einmal als wundervolles Hobby, mit dem du dich und eventuell auch andere beglückst.

    Antworten
    • Kia Kahawa

      Hey Ruprecht,
      vielen lieben Dank für den informativen und anregenden Kommentar. Ich bin gespannt, wohin mich meine Reise im Selbstverlag bringt und eine Mischform ist auf jeden Fall eine Überlegung wert. Da muss ich nochmal genauer in die Verträge schauen: Bin ich bei einem Distributor nicht automatisch exklusiv an diesen gebunden?
      Ich werde meine Fühler ausstrecken und berichten 🙂
      Danke und liebe Grüße
      Kia

      Antworten
      • Ruprecht Frieling

        Verträge sind verhandelbar. Streich raus, was dir nicht gefällt oder in dein Konzept passt. Wenn die andere Seite unterschreibt, ist doch alles bestens. Da muss man vorher keine Diskussion eröffnen.
        Wird nicht unterschrieben, kannst du dir immer noch überlegen und nachgeben.

        Antworten
  8. Maria Al-Mana

    Liebe Kia,

    ich verstehe dich – vor allem die Sache mit dem Geruch. Aber auch bei der Druck-, Cover-, Papier- und sonstigen Qualität bin ich ganz bei dir. Danke für diesen großartigen Beitrag!

    Mir fallen sogar noch weitere Gründe ein für das, was ich den “dritten Weg” (also: zwischen Auflagen-Produktion und SP) nenne. Wichtige Gründe, wie ich finde:
    1. Das, was H.-P. Roentgen hier beschreibt: https://hproentgen.wordpress.com/2020/01/19/vg-wort-selfpublisher-und-pseudoverlage/
    (Und ich wundere mich sehr, dass so viele Selfpublisher offenbar nicht die Bombe sehen/riechen, die sich meiner Ansicht nach da versteckt …)
    2. Die Unart mittlerweile aller SP-Dienstleister, in die – nicht verhandelbaren!!! – Verträge inakzeptable Klauseln über Verwertungsrechte einzubauen
    3. Eben die Sache mit der ISBN, siehe Punkt 1.

    Und genau an dieser Stelle bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung deines Abenteuers. Bei nova-md habe ich nämlich das gefunden: “Du kannst dann Deine eigene ISBN verwenden, wenn Du eigene Verträge mit den Barsortimenten (KNV, Libri und Umbreit) hast. Ansonsten wird Dein Buch dort leider nicht gelistet.” Halte ich für eine SEHR hohe Hürde, die kaum zu nehmen sein dürfte, ohne einen eigenen Verlag zu haben.

    Doch dann käme ja noch die Sache mit der IHK-Pflicht und der Gewerbeanmeldung dazu, die bei Verlagsgründung anfallen (auch, wenn wir die notwendige Höhe zur Versteuerung von Honoraren kaum erreichen … Freibetrag: 24.500 Euro/Jahr. Zusätzliche Verbuchungs-Arbeit ist es trotzdem. Mich jedenfalls schreckt das ab, ich liebe meinen Status als Freiberuflerin.)

    Ich kenne übrigens noch ein (ein einziges!!!) anderes Angebot, was das Mitbringen einer eigenen ISBN erlaubt – das ist “your books” von tredition (tatsächlich für mich der einzige SP-Dienstleister mit wirklich guter Druck-Qualität – für dich aber vermutlich immer noch nicht ausreichend … Und das Preis-Verhältnis musst du gar nicht erst ausrechnen … Die waren immer schon etwas teurer.) Da ist der Haken: Ich muss für die VlB- Anmeldung einmalig 79.- an tredition zahlen. Und die Anmeldung dann auch noch selbst vornehmen. Was wiederum nur geht, wenn ich als Verlag firmiere …

    Ehrlich, es gibt Tage, da denke ich: Die Sache mit dem SP war wohl doch nicht so eine gute Idee … zu viele Anbieter riechen da das große Geld … was die meisten von uns de facto gar nicht haben …

    Herzliche Grüße
    Maria

    Antworten
    • Kia Kahawa

      Hey Maria,
      so sieht’s aus! Danke für deinen Kommentar.
      Ich muss sagen, da ich gerade im Verlag stark an meinem Werk arbeite und merke, welchen Komfort es bietet, wenn die Verlegerin alles regelt und ich nur schreiben und das Lektorat umsetzen und ab und zu meine Meinung sagen muss, ist das schon ziemlich cool. Daher bin ich gerade ein bisschen Selbstverlags-Lahm oder “faul”. Ich liebäugele damit, einfach Verlagsautorin zu werden, das ist vielleicht das stressfreiste und profitabler? Bin mir aber nicht sicher.
      Eine IBSN kaufen ist m. E. kein Problem, aber dass libri das Buch dann auch wirklich listet, ist eher die Frage. Wenn es sich nicht gut genug verkauft, verzichtet der Großhandel auf die Lagerung und macht gar keine Verträge – da sehe ich viel eher das Problem 🙁
      Liebe Grüße
      Kia

      Antworten
      • Marie

        Drucken bei Graspo, dann lohnt es sich mehr mit der Marge. U mach unbedingt einen eigenen Online Shop auf, darüber kaufen mehr Leute als man denkt u da hast du immer die höchste Marge. Gerade wenn du hier einen funktionierenden Blog hast. Geht ja alles kostenlos mit Woocommerce u Co.

        Antworten
  9. Adam Jacobsen

    Ich denke, als Selfpublisher verdient man das meiste Geld mit Ebooks, denn die Preise, die anfallen, um mit den Verlagsdruckwerken mithalten zu können, kann sich ein Selfpublisher eigentlich nur leisten, wenn er Geld hat. Allein ein Profilektorat kostet enorm viel Geld (und garantiert dann leider noch immer keinen Absatz).
    Ich sehe das Hauptproblem beim Absatz allerdings auch bei den betrügerischen Machenschaften vieler KDP-Publizierenden, die dort Werke verkaufen, die den Namen Buch nicht verdienen, weil sie zusammengeklaut sind oder einfach nur unsinnigen Ghostwriterunfug enthalten und somit leider die Hitlisten zerschiessen und die Sichtbarkeit für echte Bücher zerstören.
    Auch, wenn Amazon sich des Problems bewusst ist, laut eigener Aussage, findet man immer noch viel zu viele dieser Fakes in den Rankings.
    Auch lustig: in den Bestsellerlisten tauchen sogar T-Shirts auf!
    Ich muss sagen, als Selfpublisher ist man inzwischen bei Amazon ziemlich auf verlorenem Posten.
    BoD empfinde ich persönlich als nicht anwenderfreundlich, was daran liegen mag, dass ich kein IT-Crack bin.
    Ich habe daher Tolino für mich lieben gelernt. Leider heißt das, ausschließlich Ebooks zu vertreiben.
    Daher denke ich, man sollte so eine Rechnung immer mit Ebooks machen.

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  10. Anonym

    Die Veröffentlichung über BOD und andere dienste ist für den Selfpublisher nicht lohnenswert. Aus Erfahrung kann ich sagen. Wer zu Bod und co geht, ist selber schuld wenn er am Schluss nicht verdient. Wenn du schreibst weil du damit Geld verdienen willst, dann wird das nichts. Deine Leser werden merken, dass deine Texte nichtssagend sind. Von dieser Sorte gibt es schon zu viele.

    Wenn du aber dennoch willst, dass sich deine Arbeit auszahlt, dann musst du über KDP veröffentlichen. Wenn du eine vernünftige Druckqualität haben willst musst du dich selber um deinen Druck kümmern. Das ist viel günstiger (ca. 1.50- 2.20 pro Exemplar) in Verlags-Qualität.

    Mit dem ebook, sollte man auf garkeinen fall einen anderen Anbieter als KDP anpeilen. Hier Profitiert man nicht nur von sehr hohen Tantiemen, sondern auch von den gelesenen Seiten.

    Preisgestaltung. Ein grauen sind die Schreiberlinge, die ihre Texte für 0.99 cent verkaufen. Was soll diese Schieße. Damit erreicht man nichts. Ich nenne sie die gelangweilten Hausfrauen den das egal ist, ob ihr Buch was abwirft oder nicht. Bis zu einem bestimmten preis bekommt man nur 30% Tantiemen. Ab 2.70 bekommt man 70%. Und dann wundern sie sich wenn sie nicht verdienen. Stattdessen wird der Markt überfüllt mit Müll. Der Leser ist verwirrt und der Marktpace kommt immer mehr in den Verruf.

    Wenn ein Buch nach 6 Monaten nicht mindestens 15,000 Euro Tantiemen eingebracht hat, sollte man das mit dem Schreiben besser lassen.

    Nochmal, wer BOD und co Geld in den Rachen schiebt für etwas was man mit zwei Klicks selber machen kann. Der ist selber schuld. Am Schluss verdienen immer diese Typen das wahre Geld.

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  11. Tala

    Hallo Kia,
    danke dir für deine Text. Ich sammle auch noch meine Erfahrungen. Hast du inzwischen einen neuen Zwischenstand verfasst, wie es mit dem Selbstverlag weiter verlaufen ist?
    LG, Tala

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    • Kia Kahawa

      Hallo Tala,
      aktuell gibt es da noch keinen Zwischenstand. Bis zum Sommer ist auch keiner geplant, aber kann gut sein, dass ich den im Herbst verfasse.
      Liebe Grüße
      Kia

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